"Ladies Night"

(Stephen Sinclair, Anthony McCarten)

Großes Haus / Theater Lüneburg
Bühne: Barbara Bloch
Kostüme: Sabine Meinhardt
Choreographie: Thomas Pfeffer
Darsteller: Ulrike Gronow, Matthias Herrmann, Heiner Junghans, Fabian Kloiber, Kristian Lucas, Gregor Müller, Martin Skoda
Premiere: 29. Oktober 2011

Eine berührende Komödie über Verzweiflung, Mut und Freundschaft. Sechs Männer in der Sackgasse der Langzeitarbeitslosigkeit. Ihre letzte Chance sehen sie darin, den Chippendales Konkurrenz zu machen und die eigene Haut zu Markte zu tragen. Mehr bleibt ihnen nicht übrig. Mit der Kleidung entledigen sie sich ihrer Schutzhüllen. Sie werden angreifbar, sehen und erleben sich neu. Die Männer gewinnen Spaß und Selbstbewusstsein zurück und zeigen der Welt so, was sie unter Sexappeal verstehen.

"Die Jungs sind am Ende, stieren ins Leere, trinken Bier und prollen rum. Sie warten, dass die Zeit vergeht. Kein Job, kein Geld, kein Leben. Kevin stottert auch noch, und Richard, der Soziologe, rattert Welterklärungen runter. Als Mike in der Zeitung was über die Chippendales liest, die sich vor Frauen ausziehen, und ausrechnet, was die verdienen, kommt Leben in die Typen. Und wenn sich wenig später Thomas das T-Shirt vom Leib zieht, wird es laut im Saal: Szenenapplaus, Lachen und Johlen. Das hört von nun an nicht mehr auf - "Ladies Night" wird im Theater Lüneburg der Brüller der Saison, das ist keine gewagte Prognose. Für 95 Prozent Spaß und fünf Prozent Tiefgang sorgt Martin Pfaff mit einem knackigen Team. (...) Martin Pfaff bringt in seiner Theaterfassung bei allem Spaß in kurzen Exkursen und Nebensträngen ein bisschen Tiefe unter: Bei jedem der "Sexy Trouble Boys" gibt es einen Spot auf die Schatten, in die das Leben der Jungs geraten ist, die nun Nacktheit als letzte Chance sehen. Die Nebenthemen sind die fünf Prozent, vielleicht sind's auch ein paar mehr, die "Ladies Night" vor dem Klamauk bewahren und meist flüssig ins Geschehen gewoben werden. - Pfaff arbeitet so etwas locker heraus, wie auch die Anfälle von Mut und Scham, mit denen die Männer ringen. Pfaff kann sich dabei auf ein Team verlassen, das spürbar mit Spaß bei der Sache ist. Clever ist es zudem, die wechselnden Orte des Geschehens nur knapp anzudeuten. Barbara Blochs Bühnenbild mit einer Art Kulissenlager im Hintergrund und den großen, Wörter bildenden Leuchtbuchstaben hilft, das hohe Tempo durchzuhalten. "TEAM" steht schließlich auf die Bühne geschrieben, und dann heißt es auch bald mit Tom Jones: "You Can Leave Your Hat On!" (...) Das Publikum spielt auch mit - mehr und mehr und mehr. "Ladies Night" bietet zwei Stunden satten Spaß, nicht mehr, nicht weniger. -Spitze Schreie der Begeisterung."
(Landeszeitung)

"TEAM steht in überdimensionalen, leuchtenden Buchstaben am Ende der Premiere von "Ladies Night" auf der Bühne und symbolisiert eine in sich geschlossene Ensembleleistung mit großer Ausstrahlung im Schauspiel. (...) Von da an spult sich im Theater Lüneburg eine Show ab, die es so wohl schon lange nicht mehr gegeben hat. Treffend komödiantisch dargestellt, feuert das Ensemble Pointen über Pointen ab, die die Lachmuskeln des Premierenpublikums bis zum Äußersten strapazieren. (...) Die Komödie "Ladies Night" mit ihrer sehr dezenten, versteckt angedeuteten Erotik dürfte sich zu einem Dauerbrenner dieser Spielzeit entwickeln. Der frenetische Applaus am Schluss war da schon mal ein wichtiger Indikator."
(Winsener Anzeiger)

"Ladies Night eine höchst vergnügliche Aufführung im Großen Haus An den Reeperbahnen trotz des tiefernsten Hintergrunds der Erfolgsstory. Es gibt bei der Lüneburger Inszenierung von Martin Pfaff alle paar Minuten Anlass zum herzhaften Lachen. (...) Die Premiere am vorigen Samstag machte nicht nur dem überwiegend jüngeren Publikum riesengroßen Spaß."
(Lünepost)